Das Wichtigste in Kürze
Die Bedeutung der Säule 3a für die Altersvorsorge
Die Planung des Ruhestands ist eine der zentralen Herausforderungen im Leben. In der Schweiz bietet die Säule 3a (gebundene Selbstvorsorge) eine attraktive Möglichkeit, finanziell für den Ruhestand vorzusorgen. Sie ist ein integraler Bestandteil des Schweizer Vorsorgesystems, das sich in drei Säulen gliedert. Im Gegensatz zur ersten und zweiten Säule, die vorwiegend auf dem Umlageverfahren basieren, ist die Säule 3a eine Form der gebundenen privaten Vorsorge.
Die Säule 3a ermöglicht es Einzelpersonen, gezielt Kapital für den Ruhestand anzusparen und dabei von steuerlichen Vergünstigungen zu profitieren. Verschaffe dir mit CLARK einen Überblick, wie du Versorgungslücken schliessen und deinen gewohnten Lebensstandard im Alter sichern kannst.
Für wen kommt die Säule 3a in Frage?
Grundsätzlich steht die Säule 3a allen erwerbstätigen Personen in der Schweiz offen, die Einkommen aus selbstständiger oder unselbstständiger Arbeit beziehen. Dies schliesst auch Grenzgänger und Personen mit B-Wohnsitz ein, die in der Schweiz arbeiten. Die Säule 3a ist besonders für jene von Bedeutung, die ihre staatliche und berufliche Altersvorsorge ergänzen möchten, um ein finanziell sorgenfreies Leben im Ruhestand zu geniessen.
Profi-Tipp: Die Säule 3a kannst du auch dann noch weiterführen, wenn du über das ordentliche Rentenalter hinaus arbeitest (maximal 5 Jahre) oder deine Erwerbsarbeit vorübergehend unterbrichst (zum Beispiel aufgrund von Zivil- oder Militärdienst, Arbeitslosigkeit oder Krankheit).
Die Steuervorteile der Säule 3a im Detail erklärt
Die steuerlichen Vorteile der Säule 3a in der Schweiz sind ein wesentlicher Anreiz für die private Altersvorsorge. Die CLARK Steuerexperten haben die wesentlichen Aspekte hier für dich zusammengefasst:
- Steuerabzug der Beiträge: Beiträge an die Säule 3a sind im Rahmen von jährlichen Höchstbeträgen vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Die Reduzierung des zu versteuernden Einkommens führt unmittelbar zu einer Senkung der Einkommenssteuer.
- Steuerfreies Ansparen: Die innerhalb der Säule 3a angelegten Gelder wachsen steuerfrei an. Dies umfasst Zinsen, Dividenden, und auch allfällige Kapitalgewinne. Im Gegensatz zu herkömmlichen Spar- oder Anlagekonten bietet die Säule 3a somit eine steuerbefreite Wachstumsumgebung, was die Effektivrendite erheblich verbessert.
- Steuervorteile bei der Auszahlung: Die Auszahlung des angesparten Kapitals der Säule 3a erfolgt zu einem privilegierten Steuersatz, der deutlich unter den regulären Einkommenssteuersätzen liegt. Die genaue Höhe dieses privilegierten Steuersatzes variiert je nach Kanton, ist aber generell progressiv gestaltet, sodass höhere Kapitalbeträge einem höheren Steuersatz unterliegen. Dennoch bleibt der Steuersatz insgesamt günstiger als bei der regulären Einkommenssteuer. Wichtig ist, dass das Kapital der Säule 3a separat vom übrigen Einkommen besteuert wird, was die Steuerlast zusätzlich mindert.
Zudem ist zu beachten, dass die steuerliche Behandlung bei einer vorzeitigen Auszahlung, beispielsweise für den Erwerb von Wohneigentum oder bei der Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit, ebenfalls zu vergünstigten Bedingungen erfolgt. Auch in solchen Fällen profitiert das ausbezahlte Kapital von einem reduzierten Steuersatz.
Maximalbetrag Säule 3a
Der Maximalbetrag ist die jährlich festgelegte Höchstsumme, die Personen in die Säule 3a einzahlen dürfen, um steuerliche Abzüge geltend zu machen. Das heisst: Bis zu dieser Grenze sind Einzahlungen in die Säule 3a vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Beträge regelmässigen Anpassungen unterworfen sind, um der wirtschaftlichen Entwicklung Rechnung zu tragen.
Für das Jahr 2024 gelten folgende Höchstbeträge:
- Für Erwerbstätige mit Pensionskassenanschluss: 7.056 Franken pro Jahr
- Für Selbstständigerwerbende ohne Pensionskassenanschluss: Bis zu 20% des Nettoerwerbseinkommens, maximal jedoch 35.280 Franken pro Jahr
Welche Anlagemöglichkeiten gibt es für die Säule 3a?
Innerhalb der Säule 3a sind zwei zentrale Vorsorgeformen zur Altersvorsorge vorgesehen: Die gebundene Vorsorgeversicherung bei Versicherungseinrichtungen (Lebensversicherung) und die gebundene Vorsorgevereinbarung mit Banken (zum Beispiel Vorsorgekonto). Welche Form die bessere ist, hängt in der Regel von der individuellen Situation ab. Das Team von CLARK hat im Folgenden die wichtigsten Informationen zusammengestellt, auf jeden Fall solltest du dich aber zu diesem Thema beraten lassen.
Vorsorgeform | Beschreibung | Vorteile | Nachteile |
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Gebundene Vorsorgeversicherung bei Versicherungsunternehmen | Lebens- oder Rentenversicherung (meist Fondsgebunden) | Kapitalbildung mit Risikoschutz (z.B. bei Invalidität oder Tod) In der Regel garantierte lebenslange Rentenzahlung Steuerliche Vorteile auf Prämien | Bedingt regelmässige und fixe Einzahlungen (weniger flexibel, garantiert aber regelmässige Einzahlungen in die Altersvorsorge) |
Gebundene Vorsorgevereinbarung mit Banken | Reine Sparlösung, erlaubt Einzahlungen auf Vorsorgekonto oder in Vorsorgefonds | Flexibilität in der Kapitalanlage und bei der Einzahlung Steuervorteile auf Einzahlungen | Kein Risikoschutz (z.B. bei Invalidität oder Tod) Flexible Einzahlung kann bei mangelnder Disziplin zu geringerem Sparguthaben führen |
Gebundene Vorsorgeversicherung bei Versicherungsunternehmen |
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Beschreibung: Lebens- oder Rentenversicherung (meist Fondsgebunden) |
Vorteile: – Kapitalbildung mit Risikoschutz (z.B. bei Invalidität oder Tod) – In der Regel garantierte lebenslange Rentenzahlung – Steuerliche Vorteile auf Prämien |
Nachteile: Bedingt regelmäßige und fixe Einzahlungen (weniger flexibel, garantiert aber regelmäßige Einzahlungen in die Altersvorsorge) |
Gebundene Vorsorgevereinbarung mit Banken |
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Beschreibung: Reine Sparlösung, erlaubt Einzahlungen auf Vorsorgekonto oder in Vorsorgefonds |
Vorteile: – Flexibilität in der Kapitalanlage und bei der Einzahlung – Steuervorteile auf Einzahlungen |
Nachteile: – Kein Risikoschutz (z.B. bei Invalidität oder Tod) – Flexible Einzahlung kann bei mangelnder Disziplin zu geringerem Sparguthaben führen |
Auszahlung der Säule 3a
Die Auszahlung des angesparten Kapitals ist grundsätzlich erst bei Erreichen des gesetzlichen Rentenalters möglich. Unter bestimmten Bedingungen, wie dem Erwerb von Wohneigentum oder der Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit, kann das Kapital auch vorzeitig bezogen werden. Die Auszahlung unterliegt einer reduzierten Steuer, die vom übrigen Einkommen getrennt berechnet wird, wodurch sich weitere Steuervorteile ergeben. Es kann sich auch lohnen, die Auszahlung zu staffeln, hierzu empfiehlt sich eine Beratung, zum Beispiel bei den CLARK Steuerexperten.
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